Kaiser – Kaiserseminare – lohnen sich juristischen Repetitorien für Referendare?

Wie die meisten von Euch stellt Ihr Euch sicherlich die Frage, ob sich ein solches Repetitorium für Referendare tatsächlich lohnt.

Meine Meinung zum Thema Kaiser – Kaiserseminare in Lübeck:

Meine Antwort darauf ist ein relativ klares “Ja, aber”. Sicherlich ist es auch möglich ein gutes Examen ohne Rep (Repetitor) zu machen. Dazu ist es aber erforderlich, dass man sich sehr viel Wissen von und über die Abläufe im zweiten Staatsexamen aneignet. Ausserdem habe ich nur ganz wenige bzw. keinen Referendar gesehen, der nicht zumindest auch auf die Kaiserskripten für das materielle Zivilrecht zurückgegriffen hat.

Allerdings ist auch zu beobachten, dass es immer mehr Urwaldklausuren im zweiten Staatsexamen gibt, weshalb auch die Skripten meiner Meinung nach etwas an Ihrer doch sehr hohen Trefferquote verloren haben. Es scheint einen Trend der Prüfungsämter dahin zu geben, immer weniger Standardfälle abzufragen und immer mehr Grundlagen abzufragen.

Trotzdem haben mir die Kaiserseminare sehr viel geholfen, da mir dort zum ersten Mal richtig klar wurde, warum man bestimmte Dinge unbedingt können sollte und warum andere Dinge umsonst gelernt werden. Letztlich ist es ausserdem so, dass das Niveau des Kaiser – Unterrichts besser ist, als das in den Arbeitsgemeinschaften. Ausnahmen bestätigen allerdings die Regel und so waren insbesondere meine Arbeitsgemeinschaftsleiter durchweg sehr engagiert, weshalb ich auch dort sehr viel gelernt habe.

Was allerdings in meinen Arbeitsgemeinschaften fehlte waren die aktuellen Rechtssprechungsübersichten, welche in meiner Vorbereitung eine wesentliche Rolle gespielt haben.

Ich werde versuchen, in den nächsten Tagen noch ausführlicher zu werden. Es wäre aber ganz schön, wenn Ihr mir hier vielleicht die ein oder andere konkrete Frage stellen könntet, damit ich diese beantworten kann.

Euer

Marcel

für www.zweites-staatsexamen.com

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2 Responses to Kaiser – Kaiserseminare – lohnen sich juristischen Repetitorien für Referendare?

  1. Mr.Lex says:

    Hi Marcel,

    lohnt sich der Besuch des Kurses “materiellen ZivilR im Assessorexamen” vor am Ende einer Promotion vor Beginn des Ref? Oder ist das mehr auf Referendare und die Verknüpfung mit Prozessualem zugeschnitten, so dass ein Besuch nach der Zivilstation sinnvoller ist?

    Danke!

    • admin says:

      Also, ich denke, der Besuch lohnt sich immer. Allerdings gibt es einen ganz wichtigen Hinweis, den Herr Kaiser auch am Anfang seines Kurses gibt!

      Lies das Buch erst nach dem Kaiser Seminar! Das habe ich ebenso wie die meisten Ehrgeizigen unter uns nicht gemacht :-( .

      Am Ende ist man immer schlauer und heute würde ich folgendes empfehlen:

      Buche den Kurs materielles Zivilrecht im Zweifel sogar als einzelnen Kurs möglichst früh (oder sogar vor dem Referendariat, wobei man insbesondere im Bereich des Zivilrechts sagen kann, dass es sich nur lohnt, wenn man die Grundzüge der ZPO schon verstanden hat!). Dann geh mit gutem Gewissen in den Kurs und konzentriere Dich drauf, was Kaiser zur Examensrelevanz einzelner Probleme / Konstallationen sagt.

      Dieses Wissen ist dann in der Vorbereitung von erheblichen Vorteil, weil Du die Dinge, die als höchst relevant (häufige Klausurprobleme) eingestuft werden, unbedingt verstehen und dann auch in der Klausur beherrschen solltest.

      Im Zivilrecht ist es gerade bei der Fülle von möglichen Konstellationen meiner Meinung nach besonders hilfreich, vorher einmal ganz klar vor Augen zu haben, was tatsächlich oft dran kommt und was Du für die Prüfung im Zweiten Examen getrost vernachlässigen kannst.

      Ich hoffe meine Mail hat Dir außerdem weiter geholfen.

      Grüße und Viel Erfolg,

      Marcel

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